"Un-Formal-Housing" von Bitter Weber Teil der Sammlung des MAK

"Un-Formal-Housing" von Bitter Weber Teil der Sammlung des MAK

April 12, 2019

Un-Formal Housing von Sabine Bitter & Helmut Weber in der Sammlung des MAK

Die Arbeit "Un-Formal Housing" von Sabine Bitter und Helmut Weber, gezeigt in der von Walter Seidl kuratieren Ausstellung "Stadtgeflechte / City Fabrics" in der Galerie ARCC.art, wurde vom MAK für die Sammlung Gegenwartskunst aus Mitteln der Galerienförderung des Bundeskanzleramt Österreich / Kunstsektion 2009–2018 erworben.

Die international ausgerichtete MAK-Sammlung Gegenwartskunst wird in ihrem Fokus auf ausgewählte österreichische Positionen maßgeblich aus Mitteln der Galerienförderung des Bundeskanzleramt Österreich / Kunstsektion unterstützt. 

www.mak.at

Stadtgeflechte / City Fabrics

Kurator: Walter Seidl

Die Ausstellung „Stadtgeflechte“ setzte sich mit Phänomenen der Stadtentwicklung auseinander, bei denen der urbane Raum unterschiedliche Soziotope hervorruft, die sich aus dem Verhältnis zwischen Architektur und BenutzerInnen heraus entwickeln. Aus dieser Prozesshaftigkeit leiten sich Fragestellungen ab, wie sich der öffentliche Raum angesichts der Anforderungen, die durch Bevölkerungszuwachs entstanden sind, visuell und inhaltlich verändert. Architektur wirkt hier als jener Parameter, der soziale Dynamiken befördert und sich auf spezifische Lebensverhältnisse auswirkt.

Sabine Bitter / Helmut Weber

Sabine Bitter und Helmut Weber setzen sich in „Un_formal Housing“ mit Adolf Loos‘ Konzept „Haus mit einer Mauer“ auseinander. Die ökonomische Notlage und der Mangel an Wohnraum der Nachkriegsjahre führte zu einer unerwarteten Mischform aus architektonischer Planung und informeller Wohnraumproduktion der Siedlerbewegung. Zur Errichtung der zweigeschossigen Reihenhäuser mit zugehörigem Garten für Anbau von Gemüse und Obst, verpflichteten sich die zukünftigen, meist arbeits- und mittellosen BewohnerInnen 3.000 Arbeitsstunden als Beitrag zu leisten. Für ihre Arbeit verwenden die KünstlerInnen Arbeitsmodelle, die sich auf die Mustersiedlung am „Heuberg“ im Westen von Wien beziehen.

Fotogramme von filigranen Modell-Architekturen generieren unerwartete Perspektiven, die an die historischen Verflechtungen von formellen und informellen Architekturen und Ökonomien erinnern. Gleichzeitig stellen die KünstlerInnen spekulativ die Frage, ob dieses historische Modell neue Vorstellungen zum Tausch- und Gebrauchswert von Wohnraum hervorrufen kann.

 



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