Anita Münz

 

ABOUT THE ARTIST

Anita Münz, geb. 1957 in Basel, lebt und arbeitet in Wien. Von 1976 - 1984 studiert sie Metallgestaltung an der Universität für angewandte Kunst in Wien und schließt  mit dem Diplom ab.

Ab 1979 beginnt sie zu zeichnen und startet ihrem Zyklus "Befreiungsbilder". Die Auseinandersetzung mit der weiblichen und der eigenen Sexualität führt zu Bildern voller Lebenslust, parallel dazu auch zu Darstellungen von "Demütigungsfantasien". Ihre erste große Skulptur zum Thema der Unterdrückung der weiblichen Sexualität wird 1980 in einer gemeinsamen Ausstellung der Meisterklasse Metall im Museum des 20. Jahrhunderts gezeigt.

Bei ihrer Ausstellung als Teilnehmerin an der Veranstaltung "Literatur im März" im Künstlerhaus in Wien 1981 findet die Künstlerin ihre Vagina-Bilder im Papierkorb. Bei ihrer nächsten Ausstellung im Mai 1981 im Foyer des Ateliertheaters zur Aufführung von Sartres "Die Eingeschlossenen" wird sie mit Zensur konfrontiert. Sie muss ihre Bilder wieder abnehmen (Dem Theaterdirektor droht eine Klage: Verstoß gegen das Pornographiegesetz und Verletzung religiöser Gefühle). 1982 werden ihre "Befreiungsbilder" auf dem Symposium "Kunst und Sexualität" gezeigt, das von Peter Gorsen und Ernest Bornemann organisiert wird. Im gleichen Jahr erscheinen Zeichnungen von Anita Münz in der Zeitschrift "Eva & Co", der 1. feministischen Kulturzeitschrift in Europa. 1983 ist sie Mitorganisatorin und Ausstellerin der "Feminale" an der Hochschule für angewandte Kunst.

Parallel dazu zeichnet Anita Münz karikaturartige Figuren. In dieser Zeit entstehen auch emailierte Broschen (Gesichter) und kleine Wandfiguren. 1989 beginnt Anita Münz Schmuck aus Horn zu entwerfen und herzustellen. 2010 eröffnete sie mit ihrem Mann ein eigenes Geschäft in der Wiener Innenstadt. Ab 2007 beginnt sie wieder "Figuren" zu zeichnen, aber erst seit 2018 entstehen wieder ganze Zyklen von Bildern, die Menschen, oft Frau und Mann, in Beziehung zueinander zeigen. Auch die Sexualität ist ein wiederkehrendes Thema in diesen Bildern.

2020 werden 5 frühe Zeichnungen der Künstlerin aus den Jahren 1981 und 1982 in die Sammlung "Feministische Avantgarde" der Sammlung VERBUND aufgenommen und in der gleichlautenden Ausstellung gezeigt. Ihre Arbeiten werden auch im Katalog, der alle nationalen und internationalen Künstlerinnen der Sammlung zeigt, publiziert. Darunter sind Cindy Sherman, Judy Chicago, Birgit Jürgenssen, Renate Bertlmann, Margot Pilz, Valie Export und viele mehr.

Im Herbst 2020 stellt sie erstmals ihre neuen Zeichnungen im Rahmen des Vienna City Gallery Walks aus. Die farbenfrohen Figuren beeindrucken durch ihre Ausdrucksstärke und ihren Witz.

Arbeiten aus dieser Serie sind bei der Galerie Rudolf Leeb auch auf der Fair For Art Vienna 2020 zu sehen. 

Anita Münz, die Königin
Anita Münz, Die Königin, Zeichnung, 30 x 40 cm, 2020

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