Jari Genser

  • About the Artist

    Ein Bild, ein Verbrechen. Die Strafe: Es noch einmal malen, und dann dieses Bild noch einmal malen und immer so weiter. Eine Sisyphosarbeit. Aber das Tröstliche ist, manchmal vergisst du in welche Richtung die Zeit fließt.

    In Jari Gensers Arbeit spielt die Wiederholung eine zentrale Rolle. Genser malt Bilder von Bildern - eine endlose Reihe, wie zwei Spiegel, die sich gegenüberstehen und ein immer kleineres Spiegelbild zeigen. Und dabei die Räume, in denen sie entstanden sind, die Dinge, die dort herumliegen, zufällig oder vorausschauend platziert, die Wirklichkeit des Malers, aber auch seine Innenwelt, kurz: ein Leben. Wie schnell doch die Zeit vergeht.

    Oft sind in der Kunst die Zwischenstadien interessanter als das Resultat. Es ist ein seltsamer Moment, in der sich eine unfertige Malerei in ein fertiges Werk verwandelt - willkürlich und monumental zugleich. Der Prozess ist abgeschlossen, der nächste kann beginnen. Was aber, wenn eben dieser Prozess Thema der Abbildung ist?

    Manchmal ist es nicht leicht Leben und Arbeit zu trennen, oder Leben und Kunst, oder Leben und... alles.

  • Bio

    Jari Genser (*1983, Salzburg, AT) lebt und arbeitet in Wien.

    Studium der Psychologie an den Universitäten Wien und Granada (Abschluss 2010)

    Bildende Kunst – Grafik Druckgrafik an der Angewandten Wien (Abschluss 2016)

    Romanistik an der Universität Wien (Abschluss 2013)

    2022 Ausstellung "Everything can be seen from two sides" mit Galerie Rudolf Leeb in der Wienstation

    2020 nominiert für Faistauer Preis für Malerei

    2020 nominiert für Strabag Artaward

    2018  art.albina Kunstpreis

    2015 nominiert für Strabag Artaward

    www.jarigenser.com

Ausstellung "Everything can be seen from two sides"