Michael Endlicher

 

ABOUT THE ARTIST 

Sprache ist Ausgangspunkt und Arbeitsmaterial des bildenden Künstlers Michael Endlicher. Sie bestimmt seine Arbeiten medienübergreifend: Sie tritt als vermaltes Zitat aus Kunstkritiken auf, als Gelöbnisformel wird sie in Emailschilder gebrannt. Antithetische „4-letter-words“ werden aus der Leinwand gestanzt, Wortfolgen in Beziehung zu numerischen Buchstabenwerten in Bleche geprägt. Naturfotografien werden auf typografisches Trägermaterial gedruckt und zu Vexierobjekten zwischen Text und Bild zusammengenäht. Dazu kommen Endlichers Ich-Litaneien in Videos und Performances, gesprayte Zaubersprüche und Faltobjekte aus zugetexteten Leinwänden.

Michael Endlicher versucht in den komplexen Relationen von Wort und Bild, von Körper, Individuum und Sprache eigene Perspektiven auszumachen, die er in einer spielerisch reduzierten Ästhetik festhält. Ihn interessiert, wie zeitgenössischer Kunst Sinn von außen zugeschrieben wird: Was wird warum von wem hineingelesen und herbeiformuliert? 
Was wird dem Künstler zugeschrieben und abverlangt? Endlicher entwickelt eine Form von poetischer Textkritik, sein facettenreiches Werk oszilliert zwischen schnellem Witz und scharfsinniger Analyse.

Porträtfoto: Eva Kelety 

 

AUSBILDUNG

Michael Endlicher, Wiener, lebt und arbeitet als bildender Künstler
und Texter in Wien. Er hat ein Studium der Betriebswirtschaft an der WU Wien abgeschlossen.
Endlicher bildet mit Cynthia Schwertsik das konzeptuelle Künstlerduo CEMS; mit Franz Stefan Kohl fungiert er als EnKo.
Er ist Mitglied des Wiener Künstlerhauses und war Teil des daraus entstandenen Kollektivs Celle.
Seine Arbeiten finden sich in privaten und öffentlichen Sammlungen.

Unter Einsatz verschiedener Medien und Verfahren untersucht Michael Endlicher Wahlverwandtschaften von Bildern und Sprache, Kunstproduktion und -rezeption – und lässt dabei neue entstehen.