Jessica Grundler

ARTIST STATEMENT

In meinen Arbeiten geht es um eine kritische Auseinandersetzung mit dem Wahrnehmen und Fühlen von Räumlichkeit und der damit verbundenen Konstruktion innerer und äußerer Vorstellungswelten. Als wesentlicher Ausgangspunkt fungiert dabei das Rahmenelement, welches den Bildraum formal bestimmt, seine Grenzen markiert und ihn somit als ganze Entität manifestiert. Gaston Bachelard beschreibt in seiner „Poetik des Raumes“ den Raum darüber, dass er das Sein im Inneren seiner Grenzen konzentriert und beschützt. Wie kann also auf dieses Verhältnis von Raum und Individuum reagiert werden, das sich doch immer wieder neu zu konstituieren scheint?

Den Bildraum zu durchbrechen, zu erweitern und offen zu legen ist meine Intention. Das bildnerische und tatsächlich physische Wirken von Kräften soll nicht nur durch die Komposition innerhalb des Bildraums durch den Rahmen beschränkt, sondern in Verbindung mit diesem als Erweiterung über den Bildrand hinaus erfahrbar- und wahrnehmbar werden. Wir befinden uns nicht in einem statischen Raum, sondern in einem stetigen Wechsel und Übergang von Erfahrungs-, Erlebnis- und Handlungsräumen, die von Transformation geprägt sind.

Das Atmosphärische dieser Räume, Hüllen und Schichten wird in meinen Arbeiten offengelegt. Es zeigen sich innere wie äußere Bilder, deren Dimensionen sich sinnlich wahrnehmbar überlagern und dabei das Erfahren, Erinnern, Erträumen und Einbilden als Konstrukt der eigenen Gedanken nachzeichnen.

 

In Raum verdichtete Zeit, Öl auf Leinwand, Collage mit Metallkette, 2020

Wie es sich anfühlt, Öl auf Leinwand, Stoffe, 2019

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